Zu dem Zeitpunkt im Leben, an dem man so langsam anfängt darüber nachzudenken, was man im Ruhestand tun möchte, sind wir nach Portugal gereist, um die Möglichkeiten für einen Platz an der Sonne zu erkunden.

Wir hatten keine klare Vorstellung davon, wo oder wonach wir suchen sollten. Während dieser zehn Tage haben wir uns jedoch in das Land und in ein seit langem verlassenes Grundstück an der Algarve verliebt, das von seiner Größe und Natur her aber die Frage aufkommen liess, wie es sich auf unser zukünftiges Leben auswirken würde.

“Es wurde zu einem Ort der Inspiration, ein Ort, der uns mit einem Gefühl des Staunens und unbegrenzter Möglichkeiten erfüllte.”    

Als wir das Grundstück 2005 zum ersten Mal betraten, war es verlassen und ungepflegt – neun Hektar unbewohntes Land, ohne Wasser und Strom, in einem Land, in dem wir weder jemanden kannten noch die Sprache sprachen. Nicht jedermanns Vorstellung von Paradies.

Und doch wurde innerhalb weniger Tage nach der ersten Entdeckung eine Idee geboren.

Wir nannten sie Quinta dos Sentidos.

“Der Weg erwies sich als lange und holprig.”

Es hat mehrere Jahre gedauert, bis diese Idee verwirklicht werden konnte. Jahre des Planens, Gestaltens, Bauens und nicht zuletzt der Überwindung bürokratischer Hindernisse.

Jahre, in denen die Landschaft des Anwesens in das verwandelt wurde, was eines Tages Quinta dos Sentidos werden sollte.

“Zugegeben, ein neues Wein- und Olivenölgut von Grund auf aufzubauen ist ein enormes Unterfangen.”

Im Jahr 2012 war es endlich so weit – wir konnten die Weinberge anlegen. Zunächst wurde das Land gerodet und die alten Olivenbäume sorgfältig umgesiedelt und neu gepflanzt, Olivenbäume, die bis heute zu den geschmackvollen Olivenölen der Quinta dos Sentidos beitragen.

 

Dann liessen wir in mühevoller Kleinarbeit 14.000 junge Rebstöcke in unseren felsigen Boden pflanzen – jeden einzelnen von Hand.

„Von Null auf 90 (Parker-Punkte) – ja, wir waren ziemlich stolz.”

Vier Jahre lang haben wir die Reben von der Pflanzung bis zur ersten Ernte gepflegt. Unsere Geduld zahlte sich jedoch aus, als wir endlich den ersten Schluck Quinta dos Sentidos – Wein genießen konnten.

Unser eigener Wein! Da wussten wir, dass sich die ganze Mühe gelohnt hatte. Leidenschaft und Liebe zum Detail belohnten uns mit einem Wein, der nicht nur hervorragend schmeckte, sondern auch Bände sprach über seine Herkunft.

„Das Abenteuer ist auf bestem Weg“

Heute, mehr als zehn Jahre später, nennen wir unseren Familienbetrieb, Quinta dos Sentidos, mit Genugtuung unser Zuhause.

Hier stellen wir unsere Weine, Olivenöle, Verjus und Honig her. Und wir sind stolz auf jede Charge und jeden Jahrgang. Für uns sind sie der Beweis dafür, dass, wenn man seinen Träumen folgt, erstaunliche Dinge geschehen können.

“Partes humani cultus necessariae
vinum atque oleum olivarum”

– Wein und Olivenöl sind notwendige Bestandteile der Zivilisation.